Marianne von K**

Unter dem Namen ›Marianne von K**‹ erschien 1837 eine Handvoll Texte in der Wiener Zeitung Der Telegraph. Gemeinsam mit der hier bereits vorgestellten Charlotte Löw bestritt die Autorin dort die Rubrik Nadelstiche, eine unregelmäßige Serie kurzer Betrachtungen und Glossen, die ab Herbst 1837 bis zur Einstellung des Telegraph im Sommer des folgenden Jahres erschien. Dasselbe Blatt brachte unter ihrem Namen auch zwei Briefe aus Teplitz (Juli 1837) und das Gedicht An eine Rose (September 1837).

Über die Identität der Autorin ließ sich bislang leider nichts in Erfahrung bringen; weitere Texte als die hier genannten sind mir nicht bekannt. Ähnlich wie Löw vertritt ›Marianne von K**‹ noch eine im Grunde recht konservative, biologistische Vorstellung über die unterschiedliche Natur von Mann und Frau. Sowohl in den Nadelstichen als auch in den Briefen aus Teplitz tritt sie jedoch vehement für das zu ihrer Zeit noch keineswegs selbstverständliche Recht der Frau ein, schriftstellerisch tätig zu sein.

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